2022 Skandinavien

Tag 10: Svolvær

Wir schliefen wunderbar in unseren Blockhütten gleich über dem Wasser. Das Frühstück mussten wir uns zuerst besorgen, kein Service hier. Aber sogar in Svolvær, am Ende der Welt, gibt es grosse Supermarkets. Wir fuhren nach dem Frühstück etwas südwärts nach Henningsvær, ein niedliches Dorf auf einer nochmals vorgelagerten Insel, dem Wind und den Wellen völlig ausgesetzt. Es fing schon wieder an zu nieseln, es war frustrierend. An den rauhen Küstenhängen auf dem Weg dorthin zelteten bei 10 Grad, Regen und Wind viele Camper. Waren wir froh, wenigstens jeweils eine warme, feste Unterkunft zu haben! Das kann doch so keinen Spass machen?!

Zurück in Svolvær liess Martin sich in unser kleines Boot einweisen, welches wir für die zweite Hälfte des Tages gemietet hatten. In Norwegen darf man Schnellboote fahren, wenn man entweder den entsprechenden Fahrausweis hat oder vor 1980 geboren ist. Logisch, oder? Heisst aber: wir dürfen :-).

Wir fuhren en schönes Stück nordwärts in den nächsten Fjord, das Teil flitzte über die Wellen und endlich kam auch die Sonne zum Vorschein. Martin machte die Angelruten fertig und wir tuckerten langsam der Küste entlang wieder zurück. Wir sahen sogar Seeadler! Die Landschaft war atemberaubend. Leider fingen wir nichts, was nicht weiter schlimm war. Bzw. Beeke fing einen Seelachs, aber der war leider zu klein! Nach 4 Stunden auf See hatten wir genug frische Luft geschnappt und alle rote Backen.

Wir holten im Ort zwei Riesenpizzas und setzen uns noch etwas auf unsere Veranda am Hafen – es war nicht grade schnuckelig warm, aber endlich mal so etwas annähernd Sommer-mässiges.